Zum Nachlesen: Alle wichtigen Infos zur Podcast-Folge 41 – PSA-Verordnung

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Ich möchte Sie an die rechtlichen Grundlagen erinnern bezüglich PSAgA. Auf EU Ebene gilt hier die PSA Verordnung, welche sich im deutschen Recht in der PSA-BV (teilweise auch in der Betriebssicherheitsverordnung) spiegelt. Dem “Dualismus im Arbeitsschutz” sind wir geschuldet, die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften ebenfalls einzuhalten, siehe SGBVII. Damit gelten die DGUV Vorschriften (UVV oder BG Vorschriften) als Verbindlich. Diese müssen nicht separat beauftragt werden, da Sie alle sich an die gesetzliche Verkehrssicherungspflicht zu halten haben.  

 

    • PSAgA ist nur von Personen zu verwenden, welche eine Grundausbildung erhalten haben, theoretisch und praktisch sowie eine jährliche Unterweisung im Umgang mit PSAgA. In § 31 der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ werden besondere Unterweisungen gefordert: „Für persönliche Schutzausrüstungen, die gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen sollen, hat der Unternehmer die nach § 3 Abs. 2 der PSA-Benutzungsverordnung bereitzuhaltende Benutzungsinformation den Versicherten im Rahmen von Unterweisungen mit Übungen zu vermitteln.“Die DGUV Regel 112-198 „Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz“ beschreibt wie diese Unterweisung aus der langjährig bewährten Sicht der Berufsgenossenschaften durchzuführen ist. Eine praktische Übung ist hierbei zwingend erforderlich da bei falscher Anwendung der PSAgA hohe Risiken für den Benutzer bestehen. Gemäß DGUV Grundsatz 312-001, müssen Personen geistig, körperlich und charakterlich geeignet sein, dies ist mit einer G41 nachzuweisen. Im Grundsatz wird die theoretische und praktische Ausbildung erläutert.

 

    • PSAgA muss nach 12 Monaten durch einen Sachkundigen geprüft werden!Vor Erstinbetriebnahme reicht eine übliche Sicht-/und Funktionsprüfung vor Benutzung nach DGUV Regel 112-198 und i.v.m §7 BetrSichV aus, durch eine verantwortliche (vom Unternehmer bestimmt) Person aus.

 

    • PSAgA ist ab dem Produktionsdatum ca. 7 bis 8 Jahre, abhängig vom Hersteller, gültig. Dann erlischt die Verwendungsserlaubnis automatisch.Bitte verwenden Sie keine ungültige PSAgA, welche vor 2013 hergestellt worden ist. Dies ist dem Etikett in der PSAgA zu entnehmen, sollte dieses fehlen, erlischt die  Verwendungsserlaubnis.

 

    • Die PSAgA ist in den Hubarbeitsbühnen, ist obligatorisch, richtig zu verwenden. Sobald Anschlagspunkte in der Hubarbeitsbühne vorhanden sind, schreibt der Hersteller in seiner Betriebsanweisung, den gebrauch der PSAgA vor.

 

  • Welches PSAgA System ist in Hubarbeitsbühnen erlaubt?Die Ausrüstungen müssen so befestigt sein, dass eine maximal einstellbare Länge zwischen Anschlagpunkt und Auffangösen am Auffanggurt von 1,80 m nicht überschritten werden kann. Dies gewährleistet z.B. ein Höhensicherungsgerät, das eine spezielle Zulassung für den Einsatz in Hubarbeitsbühnen besitzt (Bild 2). Alternativ hierzu kann auch ein in der Länge verstellbares Verbindungsmittel mit energieabsorbierender Funktion (Bandfalldämpfer) bzw. mitlaufendes Auffanggerät mit beweglicher Führung eingesetzt werden (geprüft und zugelassen für den Einsatz in Hubarbeitsbühnen). Diese Ausrüstungen müssen jederzeit so kurz wie möglich eingestellt sein (≤ 1,80 m) (Bild 3). Unabhängig davon, sind die Hubarbeitsbühnen Fahrer, genau so, wie in der PSAgA, auszubilden und jährlich zu unterweisen.

 

Zusammenfassung:

  1. stellen Sie die Ausbildung Ihrer Mitarbeiter sicher beim Umgang mit PSAgA
  2. PSAgA muss sicher und geprüft sein
  3. PSAgA vor 2013, auch mit Prüfsiegel, darf nicht verwendet werden
  4. In den Hubarbeitsbühnen ist das richtige PSAgA System inkl. zugelassenen Falldämpfer zu benutzen
Sollte eine der o.g. Anforderungen nicht erfüllen, verstoßen Sie gegen Ihre Verkehrssicherungspflichten und ein sicheres Arbeiten ist so nicht möglich.
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