Brandschutzmanager – In 6 Schritten zum sicheren Arbeitsplatz

Brandschutzmanager – In 6 Schritten zum sicheren Arbeitsplatz
Wer könnte von diesem Beitrag noch profitieren?

Wenn’s bei der Arbeit brennt

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo gearbeitet wird, entfachen schnell Feuer. Während manche Betriebe mit hohem Brandrisiko eingestuft werden, weil sie beispielsweise Chemikalien lagern oder mit explosiven Stoffen arbeiten, lauern Hauptgefahren oft in Alltagsgegenständen.

Als Unternehmen tragen Sie laut Arbeitsschutzgesetz die Verantwortung, Ihre Betriebsstätte stets auf mögliche Gefahren zu prüfen und diese umgehend zu beheben. Dabei zählen menschliches Fehlverhalten und Elektrizitätsprobleme zu den häufigsten Brandursachen am Arbeitsplatz. Grundlegend kann sich jedes elektrische Gerät einen Kurzschluss erzeugen: Ein Kopiergerät oder eine Kaffeemaschine können so in Kombination mit großen Papiermengen schnell zur Brandquelle werden.

Mit Brandschutzmanager Feuer ersticken

In einem Büro geht es meist ganz schnell: Ein kleiner Defekt und schon breitet sich das Feuer innerhalb von Sekunden im ganzen Betrieb aus. Die Folgen einer kurzen Unachtsamkeit im Brandschutzmanagement sind verheerend und kostspielig: Mobiliar und Maschinen müssen ersetzt und Renovierungen durchgeführt werden – im schlimmsten Fall sind sogar Mitarbeitende verletzt worden. Wenn sich dann rausstellt, dass Sie als Unternehmen keine ausreichenden Vorkehrungen zum Brandschutz getroffen haben, wird es eng. Die Versicherung kommt nicht auf und Ihre gesamte Existenz kann bedroht werden.

 

6 einfache Dinge, die Sie tun können

 Sie können dieses Risiko mit einigen Maßnahmen minimieren und Ihr Unternehmen damit vor Feuer und möglichen Schäden schützen. Hier sind die 6 wichtigsten Dinge, die Sie für ein gutes Brandschutzmanagement beachten müssen:

  1. Beseitigen Sie Brandquellen.

     

    Die häufigsten Feuer im privaten und beruflichen Umfeld werden durch Elektrizität verursacht. Überlegen Sie, welche Geräte Sie tatsächlich in Ihrer unmittelbaren Nähe brauchen. Muss die Kaffeemaschine auf ihrem Schreibtisch stehen oder können Sie einige wenige Schritte bis zur Küche in Kauf nehmen, um diese Brandgefahr zu beseitigen?

  • Überprüfen und warten Sie die Geräte in Ihrem Betrieb in regelmäßigen Abständen warten , damit sie stets im besten Zustand sind und keine Mängel aufkommen;
  • Schalten Sie Geräte zwischenzeitlich ab, damit sie nicht überhitzen;
  • Sprechen Sie ein Verbot für offene Feuer wie Kerzen, aber auch Zigaretten im
  • Lassen Sie bestimmte Arbeiten ausschließlich von Fachkräften durchführen;
  • Lagern Sie entzündliche Stoffe in speziellen Räumlichkeiten. 
  1. Achten Sie auf baulichen Brandschutz.


    Bei Neubauten haben Sie das Zepter von vorne herein in der Hand, aber auch bei ältere Gebäude können Sie Mithilfe von einem Fachplaner für Brandschutz nachbessern. Wählen Sie für Ihren Betrieb klassifizierte Materialien, die nicht leicht entflammbar sind und eine hohe Feuerwiderstandswiderstandsdauer haben. Sollte sich ein Feuer entfachen, wird es sich durch gut gewählte Bauteile weniger schnell ausbreiten und Ihnen kostbare Zeit schenken, bis die Feuerwehr eintrifft. Entsprechende Leitungs- und Lüftungsanlagen unterstützen diesen positiven Verlauf zusätzlich. Lassen Sie sich zusätzlich von einem Fachplaner für Brandschutz intensiv über eine angemessene Anordnung von Flucht- und Rettungswegen sowie den Einbau von Brandwänden beraten.

Ein Beispiel: Wenn in Großraum Büro ein Feuer ausbricht, verteilt sich schnell viel Rauch. In dem Fall, ist der Rauch viel gefährlicher für alle Mitarbeitenden als das Feuer selbst. Nur wenige Atemzüge reichen für eine Rauchvergiftung, im schlimmsten Fall breiten sich auch Gase aus. Eine Brandschutztür könnte bestimmte Bereich für 30 bis 90 Minuten vor dieser Ausbreitung schützen. Ein Brandschutzbeauftragter kontrolliert im Betriebsablauf, dass diese Tür im Regelfall auch geschlossen und funktionsfähig ist.

  1. Rüsten Sie auf.

Auch einige Anschaffungen können Ihnen im Ernstfall große Dienste erweisen. Gängige Technik wie gut platzierte Rauchmelder und leicht zugängliche Feuerlöscher konnten schon häufig Schlimmeres verhindern. Darüber hinaus empfehlen Fachbauleiter für Brandschutz Entrauchungsanlagen und Sicherheitsbeleuchtungen. Bringen Sie zusätzlich Notrufnummern so an, das alle Mitarbeitende schnell und problemlos in der Lage sind, Hilfe zu rufen – beispielsweise direkt am Telefon.  

  1. Bennen Sie Brandschutzmanager.

Damit delegieren Sie gleich viele dieser Schritte, denn hier ist der Name Programm. In einem Kurs lernen Brandschutzmanager dafür die nötigen Grundlagen, um Ihrem Unternehmen beratend zur Seite zu stehen und Ihre Mitarbeitenden möglichst andauernd zu schützen.

Auf regelmäßigen Rundgängen hält diese Person sämtliche Gefahren im Blick und spricht gegebenenfalls Empfehlungen aus, die das Risiko minimieren. Für viele Unternehmen sind Brandschutzmanager vorgeschrieben:

  • ab einer Verkaufsfläche von über 2.000 km2
  • bei Arbeiten mit hohem Brandrisiko;
  • oder Lagerungen von gefährlichen Stoffen.

 Aber auch Unternehmen, auf die dieses Profil nicht zutrifft, profitieren von ausgebildeten Brandschutzhelfern. Viele Versicherungen greifen nur dann, wenn Sie nachweisen können, dass eine Person in Ihrem Team dieser Tätigkeit nachgeht. Dazu hat der Brandschutzbeauftragte einen großen Aufgabenkatalog, um Ihr Unternehmen vor Schaden zu schützen:

  • Eine Brandschutzverordnung und Unternehmensrichtlinien erstellen und sicherstellen, dass diese auch eingehalten wird;
  • Regelmäßige Rundgänge zur Bestandsaufnahme;
  • Verbesserungsvorschlägen zu möglichen Mängeln und brandschutzgerechten Umbauten;
  • Überprüfung der Lösch- und Alarmanlagen;
  • Organisation von betriebsweiten Brandschutzübungen mit allen Mitarbeitenden
  • Ausbildung von Brandschutzhelfern, die Feuerlöscher bedienen können oder Mitarbeitende im Brandfall anleiten können.

    Klicken Sie hier, um mehr über Brandschutz zu erfahren
  1. Bilden Sie Brandschutzhelfer aus.

Haben Sie bereits zertifizierte Brandschutzmanager im Team? Wunderbar! Diese Beauftragten dürfen für Sie weitere Mitarbeitenden zu Brandschutzhelfern ausbilden, damit es im Brandfall gleich mehrere helfende Hände gibt.

Brandschutzmanager geben ihr Wissen regelmäßig an ihre Mitarbeitenden weiter, bilden Brandschutzhelfer aus und führen Sicherheitsübungen und -unterweisungen durch. Schließlich tragen alle Beschäftigten Verantwortung, zum Brandschutz Ihres Unternehmens beizutragen. So entsteht ein ganzes Netzwerk zur Sicherung Ihres Unternehmens: Wenn möglichst viele Menschen für Gefahrenquellen sensibilisiert sind, fallen Missstände schneller auf und können an den Brandschutzmanager gemeldet werden.

Kleine Feuer können von Brandschutzhelfern sogar direkt eingedämmt werden. Kann der Brand jedoch nicht ohne Hilfe gesichert werden, leiten Brandschutzhelfer ihre Mitarbeitenden zu den nächsten Notausgängen und Versammlungsorten.

 Frau Müller bemerkt, zum Beispiel, dass die Notausgänge in dem Supermarkt, in dem sie arbeitet immer wieder blockiert sind. Diese Beobachtung gibt sie an die Brandschutzbeauftragten ihres Supermarkts weiter, der dafür sorgt, dass alle Flucht- und Rettungswege künftig frei sind. Frau Müller kann so aktiv dazu beitragen, dass sie und ihre Mitarbeitenden im Brandfall sicher sind.  

  1. Rufen Sie die Profis.

So oder so ist es ratsam, im Brandfall so schnell wie möglich die Feuerwehr zu alarmieren. Ihre internen Brandschutzmanager und -helfer sorgen währenddessen für die Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden und erste Löscharbeiten.  

Lernen Sie, Brände zu managen

Die Schulung zum Brandschutzbeauftragten lohnt sich also für nahezu jedes Unternehmen.

Damit haken Sie gleich die meisten Schritte auf dem Weg zu einem sicheren Arbeitsplatz ab. In dem Lehrgang lernen die angehenden Brandschutzmanager, wie sie sich im Arbeitsalltag und in Brand- und Gefahrensituationen am besten verhalten sowie ihre Mitarbeitenden dabei anleiten. Ein Schlüsselelement dafür, sind Brandquellen rechtzeitig zu beseitigen und Lösch- und Alarmanlagen aufzurüsten.

Sie wollen Mitarbeitende online zum Brandschutzbeauftragten weiterbilden lassen? Oder haben konkrete Fragen zum optimalen Brandschutz Ihres Unternehmens? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns, Ihnen zu helfen!

 

Wer könnte von diesem Beitrag noch profitieren?